Hintergrund

Geschichte des Kräuteranbaus in Franken

Der Kräuteranbau in Franken hat eine lange Tradition. Die landwirtschaftlichen Kleinstbetriebe waren schon immer auf zusätzliches Einkommen angewiesen. Seit den 30er Jahren wurde dann um Vestenbergsgreuth gezielt Anbau von Pfefferminze, Ringelblume und Eibisch betrieben. Die Ernte erfolgte von Hand und wurde an regionale Apotheker und Drogisten verkauft. Getrocknet wurde zunächst auf Scheunenböden, später dann in Hallen mit Horden und dann mit Bandtrocknern.

Die steigende Nachfrage nach Kräutern und Kräutertees in Deutschland konnte bald mit dem heimischen Anbau nicht mehr befriedigt werden. Steigende Industrialisierung in Deutschland einerseits, und günstigere Beschaffungsalternativen in neu erschlossenen Rohstoffmärkten im Ausland andererseits führten in den 70er Jahren zu einem Rückgang des fränkischen Kräuterbaus.

Erst Mitte der 80er Jahre begann man hier in der Region wieder mit dem Anbau von Pfefferminze und dem Einsatz moderner Ernte- und Verarbeitungsmethoden. Weitere Heilkräuter folgten.

1999 schlossen sich regionale Anbauer zur "Erzeugergemeinschaft für Heil-, Gewürz-, Duft- und Aromapflanzen" zusammen, um die gemeinsamen Ziele für den Kräuteranbau voran zu bingen.